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Probezeit - Rechte und Pflichten in der Ausbildung

Am 01. September hat für viele junge Menschen vielerorts das neue Ausbildungsjahr begonnen. Die Ausbildung beginnt mit der wechselseitigen Kennenlernphase und einer Probezeit. Für diese gelten im Ausbildungsverhältnis teilweise andere Regelungen als bei einem normalen Arbeitsverhältnis.

Die Probezeit gilt als Phase des wechselseitigen Kennenlernens von Azubis und Arbeitgeberseite. Hier kann der Auszubildende sehen, ob ihm sein Ausbildungsbetrieb und -Beruf gefällt. Sollte dies nicht der Fall sein, kann er in der Probezeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Und auch der Betrieb kann dem Auszubildenden kündigen, sollte er für das Unternehmen ungeeignet sein. Ausbildungsbetriebe müssen bei Ausbildungsverhältnissen dabei aber die teilweise besonderen Arbeitsregelungen beachten.

Eine Probezeit ist bei einem Ausbildungsverhältnis nicht optional: Laut Berufsbildungsgesetz muss sie mindestens 1 Monat betragen und kann bis zu 4 Monaten vereinbart werden. Damit unterscheidet sich die Probezeit eines Azubis von der eines normalen Arbeitnehmers, die hier nicht verpflichtend ist.

Beim Thema Urlaub gibt es allerdings keine Sonderregelung. Das bedeutet, dass erst nach 6 Monaten Arbeitszeit Urlaubsanspruch entsteht - für Azubis und normale Angestellte gilt dies gleichermaßen. Bei Schwangerschaften hingegen darf die Kündigung nur mit Zustimmung des Landesamtes ausgesprochen werden.

Die Übernahme von Auszubildenden als Arbeitnehmer enthält ebenfalls eine Sonderregelung: Anders als bei anderen Arbeitsverhältnissen darf hier eine erneute Probezeit vereinbart werden. Diese fällt dann unter das reguläre Arbeitsrecht.

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