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Digitalisierung im Handwerk - Interview mit Dirk Zimmermann

Die Digitalisierung schreitet in allen Lebensbereichen mit großen Schritten voran. Gerade das Handwerk hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte in der Nutzung digitaler Werkzeuge gemacht. Immer mehr Betriebe digitalisieren ihre internen Prozesse und setzen auf Apps und Software, um ihren Arbeitsalltag zu vereinfachen und Zeit zu sparen.

Einer von ihnen ist Dirk Zimmermann. In seinem Heizungsbaubetrieb Ludwig Zimmermann GmbH aus Aachen hat er bereits vor 5 Jahren mit der digitalen Umstellung seines Unternehmens begonnen. Heute arbeitet er fast ausschließlich digital und papierlos.

Wir haben Dirk Zimmermann gefragt, wie er damals vorgegangen ist, welche Chancen er in der Digitalisierung seiner Branche sieht und wozu er anderen Betrieben raten würde:

Hallo Dirk! Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für uns genommen hast. Wir steigen gleich mit der ersten Frage ein: Wie digital ist das Handwerk in Deinen Augen?

Es gibt einzelne Unternehmen, die das Potential der Digitalisierung im Handwerk erkannt haben. Insbesondere große Betriebe haben hier schon viel umgesetzt. Viele kleinere Betriebe unterschätzen jedoch, was man mit digitalen Tools bewirken kann.

Also siehst Du viel Nachholbedarf?

Ja, sehr viel. Der Mehrheit ist nicht klar, dass man mit relativ einfachen Mitteln auch größere Prozesse vereinfachen kann. Ich höre sehr oft, dass die Implementierung von Apps oder anderen digitalen Tools zu viel Zeit kostet. Dabei spart man ja eben durch diese Werkzeuge sehr viel Zeit, die man dann wieder für Wichtigeres nutzen kann.

Was verstehst Du unter der Digitalisierung?

Digitalisierung beginnt für mich mit dem Erstellen einer eigenen Website und hört damit auf, dass alle betrieblichen Prozesse digital ablaufen. Die Website ist im Prinzip jedoch nur eine digitale Version der klassischen Visitenkarte. Es geht darum, Betriebsabläufe digital zu strukturieren und zu automatisieren. Ob Kundenmanagement, Baudokumentation oder Beschaffung.

Welche Herausforderungen siehst Du hier?

Die größte Herausforderung sehe ich darin, dass sich viele Betriebe und Unternehmen im Handwerk keine Zeit für digitale Tools nehmen. Aber so verändert man leider nichts.

Eine weitere Herausforderung ist in meinen Augen das Generationsproblem im Handwerk. Die Hemmschwelle, digitale Kompetenzen zu erlernen, ist groß. Viele erkennen das Potential nicht, andere trauen sich nicht. Junge Betriebe hingegen, setzen bereits auf digitale Hilfsmittel. Sie nutzen verschiedene Apps oder Software. Ich denke, dass sich in den nächsten Jahren dahingehend viel verändern wird.

Welche Chancen siehst Du?

Ich sehe die Zeitersparnis als sehr große Chance. Wenn der ganze Betrieb einen hohen Digitalisierungsgrad aufweist, spart man sehr viel Zeit. Die neu gewonnenen Kapazitäten kann man dann für andere Sachen einsetzen. Darüber hinaus werden Betriebsprozesse vereinfacht und optimiert. Man spart sich einfach viele unnötige Schritte. Hiermit werden auch die Prozesse selbst sicherer.

Wo siehst Du Handlungsbedarf?

Der größte Handlungsbedarf besteht in den Schnittstellen der einzelnen Anwendungen. Ich denke, dass Software-Anbieter zukünftig mehr darauf achten müssten, gemeinsame Schnittstellen zwischen einzelnen digitalen Tools zu finden. Dann werden sich auch mehr Betriebe digital aufstellen. Aber hier sind alle Seiten gefragt: Sowohl Handwerker als auch Software-Anbieter.

Wie würdest Du den Digitalisierungsgrad Deines Unternehmens einschätzen?

Vor fünf Jahren haben wir damit begonnen, unsere Monteure mit Tablets zu Kunden zu schicken. Das war damals der erste Schritt. In der Zwischenzeit haben wir den Großteil unserer Betriebsprozesse digitalisiert, sodass wir nun nahezu papierlos arbeiten. Unsere Buchhaltung und das Dokumentenmanagement zum Beispiel verlaufen ausschließlich digital. Ich würde schätzen, dass ca. 90% unseres Betriebs digitalisiert sind. Zurzeit arbeiten wir daran, weitere Prozesse, wie z.B. die Lagererfassung und Leadgenerierung digital zu gestalten. Man darf dabei natürlich nicht vergessen, dass die Kosten hierfür teilweise sehr hoch sein können.

Du bist ja bereits sehr fortschrittlich aufgestellt - Was würdest Du anderen Betrieben empfehlen?

Das erste, was ich Betrieben empfehlen würde, ist einfach anzufangen. Man nimmt sich einen unkomplizierten Prozess und fängt schrittweise an, diesen zu digitalisieren. Viele Apps, wie z.B. Flinkit, können hier bereits beim Einstieg unterstützen. Langfristig spart das sehr viel Zeit und Energie. Die meisten Sachen ergeben sich dann oftmals zusätzlich.

Was erhoffst Du Dir von der Flinkit-App?

Definitiv eine Zeit- und Aufwandseinsparung. Die Integration in meinen Arbeitsalltag war einfach. Ich kann jetzt zentral aus einem System mit all meinen Lieferanten kommunizieren und einfach Bestellungen auslösen. Sollte ich mal keine Zeit dafür haben, kann ich meinen Mitarbeitern einfach eine Freigabe in der App erteilen, damit sie die Bestellung auslösen können.

Denkst Du, dass die Nutzung der Flinkit-App Deinen Mitarbeitern leicht fallen wird?

Ja, das denke ich schon. Heutzutage nutzt jeder Messengerdienste, wie z.B. WhatsApp, im privaten Umfeld. Durch die Anlehnung an diese Benutzeroberfläche fällt die Bedienung kinderleicht. Mir würde kein Grund einfallen, warum die Flinkit-App zu kompliziert sein sollte.

Welche Vorteile siehst Du abschließend in der Flinkit-App?

Definitiv die vereinfachten Bestellprozesse. Ich habe alle Lieferanten in einer App vereint und kann darüber hinaus bestimmen, wo und wann etwas bestellt wird. Ich benötige keine unterschiedlichen Händler-Apps oder Online-Shops mehr. Auch der Telefonanruf oder das manuelle Schreiben von Emails ist nicht mehr notwendig. Ich kann einfach durch das Lager laufen und mit wenigen Klicks alle meine Teile bestellen.

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